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1. Platz: Italien alla Mamma


Presse: A Casa di Tomilaia

Es gibt kaum einen Ort in Frankfurt, an dem einem das Sich-willkommen-fühlen so einfach gemacht wird wie hier. Der Service ist seit Jahren unverändert aufmerksam und freundlich, der Ausblick durch die großen Scheiben attraktiv, und nicht zuletzt hatte die Küche bei unseren zahlreichen Besuchen noch nie einen schlechten Tag. So auch dieses Mal: Zügig kommt das knusprig gebackene Maisbrot auf den Tisch, das es nur hier gibt, und dann geht es auch schon los. Einer der Vorspeisenklassiker ist der Panzanella; ein Salat aus Tomaten, gerösteten Brotwürfeln und roten Zwiebeln; einfach, aber sehr mediterran (9,50 €). Eine sahnige Köstlichkeit ist die frische Burratina, die mit Tomaten und ein wenig Salat serviert wird (14 €). Wie überhaupt die Leitlinie im Casa di Tomilaia lautet: geradlinige Küche mit ausgezeichneten Zutaten. Das trifft auch auf das wunderbare, hauchdünn geklopfte Cotoletta Milanese (24) zu, das naturgemäß am Knochen serviert wird und fast den gesamten Teller ausfüllt. Auch hier reichen ein wenig Zitrone und eine kleine Portion Rucola, um dem panierten Kalbskotelett den richtigen Auftritt zu geben. Die mit Oliven und Tomaten geschmorte Kaninchenkeule (19 €) ist eigentlich eher ein Winter-, aber auch ein absolutes Wohlfühlgericht: ausgesprochen zart, bestens abgeschmeckt, mit kräftigem Jus und serviert mit sämiger Polenta (3,50 €), die wir von der Beilagenkarte gewählt haben. Prunkstück sind mit Sicherheit die exzellenten Rotweine vom eigenen Weingut. Wer einmal ein Glas der Nr. 1 Pancarta (0,1 l/5,80 €) oder gar des unglaublich vielfältigen Hash Ish (0,1 l/9,50 €) genossen hat, wird diesen Geschmack immer wieder auf der Zunge haben wollen. Noch ein Vorteil: Desserts werden hier auch in kleinen Gläsern gereicht, und nach der Mini-Pannacotta (3,50 €) empfiehlt sich dringend, den ebenfalls vom eigenen Weingut stammenden Brandy (2,20 €) zum Espresso zu probieren.

Journal Frankfurt

Christoph Schröder

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